Historisches

Boston Terrier – American Bullterrier – Boston Bull – Roundhead

Die Ahnen des heutigen Boston Terriers sind bei dem English Bulldog, dem Französisch Bulldog, aber auch dem ausgestorbenen weißen Englischen Terrier zu finden.

Somit wird er zu den doggenartigen Hunden der FCI-Gruppe 9 gezählt, in Deutschland aber unter der Terriergruppe ausgestellt

Als “Vater” des Boston Terriers gilt Robert C. Hooper. Er baute die Zucht der Bostons in der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts auf Bulldog-Terrierkreuzungen auf. Als erstes Ergebnis sah man einen ca. 15 kg schweren, dunkel gestromten Hund mit weißen Abzeichen- einen Vertreter der Bull-Rasse.

Dieser Hund wurde erst an einen Mr. O`Brian in Boston verkauft, der ihn wiederum o.g. Mr. Hooper verkaufte.

„Hooper`s Jugde“ wie er genannt wurde, ist wohl einer der Stammhunde unserer heutigen Boston Terrier.

Mr. Burnett`s Hündin „Gyp“, eine weiße, niederläufige Hundedame mit kurzem Fang und untersetzem Schädel wurde mit „Hoopers Jugde“ verpaart. Ein „Exemplar“ aus dieser Verbindung war „Well`s Ephy“- der Beginn einer neuen Rasse, die damals zu Hundekämpfen gezüchtet wurde.

Es vergingen Jahrzehnte bis der Typ des heutigen Bostons zum Vorschein kam.

Nach Verbot der Hundekämpfe, wurde schließlich die Französische Bulldogge mit eingekreuzt, um den Hunden, die Aggressivität zu nehmen.

Nachdem von wenigen Förderern der Rasse der „American Bull Terrier Club“ gegründet war , Aufzeichnungen über die Zuchtaktivitäten geführt wurden und man die Reinzucht anstrebte, folgte die Antragstellung der Anerkennung durch den American Kennel Club im Jahre 1891.

Die Bull-Terrier Liga widersprach, da es ja keine Bull Terrier seien, die Bulldog-Liga ebenfalls, man wollte die eigenen Pfründe sichern und einige Richter fanden die Rasse auch noch zu neu.

Des weiteren stieß der Name auf erheblichen Widerstand.

Es ist einem Richter und Journalisten zu verdanken, dass wir heute vom Boston Terrier sprechen. Er unterbreitete den Vorschlag mit der Begründung, dass die Hunde ja aus Boston stammen.

Daraufhin wurde der Clubname in „Boston Terrier Club of America“ geändert.

Einen Standard zu erstellen, erwies sich auch als kompliziert. Aber der uns heute vorliegende, kommt dem noch recht nahe.

1893 wurde der Antrag auf Anerkennung der Rasse schließlich durch den AKC angenommen, konnte doch der Club knapp 80 Hunde nachweisen, deren Ahnen 3 Generationen zurück reichten.

Die Beliebtheit stieg stetig, der Boston wurde in seinem Erscheinungsbild klassischer.

Bereits 1908 wurde in Kanada ein Boston Klub gegründet, der ein Jahr darauf seine erste Zuchtschau ausrichtete.

1933 war dann der Zeitpunkt, wo ein einheitlicher Standard festgelegt wurde.

Zu diesem Zeitpunkt war die Rasse in Deutschland noch gänzlich unbekannt.

Die ersten Bostons wurden nach England eingeführt.

Der 2. Weltkrieg brachten die amerikanischen Flieger auch ihre Maskottchen (Hunde) mit. Ebenso die amerikanischen Besatzer- darunter eben auch Boston Terrier. So fand dieser kleine bezaubernde Hund hier seine ersten Liebhaber.

1952 wurde „Lindy Lou“ in das Zuchtbuch des KfT eingetragen und 1954 gab es den ersten offiziell registrierten Wurf in Hamburg.

Wir, als Norddeutsche, fühlen uns nun verpflichtet!