Zuchtgrundsatz

„In Power“

dies ist der „Nach-Name“ unserer künftigen Hundekinder.
Dieser Name wurde im KfT geschützt, wo wir natürlich auch Mitglied sind.
Der KfT wird seinerseits innerhalb des VDH als Spezialklub geführt.
Der  VDH ist Mitglied der FCI.

Vom Allgemeinen zum Speziellen – hier nun die Ziele des Klub für Terrier.

Und dies gilt es natürlich unter Einhaltung des Tierschutzgesetzes umzusetzen.

Jeder Züchter hat individuelle Voraussetzungen, Methoden und Ziele!

Und da beginnt die Einflussnahme der Welpenkäufer.

Schlussendlich bestimmen die Käufer die Qualität der Zuchtstätten mit, in dem sie eine Auswahl treffen… nach sehr persönlichen Kriterien.

Ebenso legt jeder Züchter sein besonderes Augenmerk auf ganz bestimmte Merkmale.

Vorraussetzungen, welche ich versuche zu schaffen: Gesunde Elterntiere, eine intakte Patella genügt mir nicht!

Da auch die Rasse des English Toy Terriers unter genetisch bedingten Augenkrankheiten leidet, werden alle in der Zucht stehenden Hunde, auf freiwilliger Basis, jährlich von einem Tierarzt des DOK auf Augenerkrankungen untersucht.

Sofern keine erblichen Auffälligkeiten vorliegen, steht dem Zuchteinatz diesbezüglich nichts im Wege.

Solange der Erbgang noch nicht eindeutig ist, können wir als Züchter nicht viel mehr tun.

Es hilft nicht, die Problematik zu ignorieren.

An der Universität von Helsinki werden Blutproben gesammelt, um einen Gentest für die hereditäre Katarakt bei den English Toy Terriern zu finden.

Schließen wir uns doch an, um unseren Hunden und nicht zuletzt ihren Besitzern in der Perspektive, ein sorgen- und evtl. schmerzfreieres Leben zu ermöglichen. (s. Wissenswertes)

Aus diesem Grund, versuche ich ältere, kataraktfreie Zuchttiere zu finden (oft tritt der vererbte Katarakt mit 4-5 Jahren erstmals auf).

Wer sich genauer über die unterschiedlichen (vererbbaren) Krankheiten informieren möchte, siehe bitte hier http://www.tomtels.com/info.htm

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Teller.

Als Rassestandard oder Zuchtstandard bezeichnet man in der Zucht von Haustieren und Nutztieren die von Zuchtverbänden definierten und festgeschrieben, charakteristischen Merkmale einer Rasse, die als Zuchtziel angestrebt werden. Der Rassestandard bezieht sich in erster Linie auf den Phänotyp, mittelbar aber auch auf den Genotyp. Sein Ziel ist es, das Aussehen eines idealen Vertreters der dargestellten Rasse zu beschreiben.
Da es sich aber um Lebewesen handelt, ist und bleibt die Interpretation durch den jeweiligen Betrachter doch subjektiv.

Jeder von uns hat seine eigenen Erfahrungen, Muster und Wertigkeiten.

Und so sehen eben unterschiedliche Menschen, das Idealbild auch differenziert.

Den perfekten Hund gibt es nicht (objektiv gesehen)- aber manche sind nah dran (subjektiv gesehen).

Mich beeindruckt:

–  ein freies, raumgreifendes Gangwerk (das findet man dann, wenn die Anatomie stimmt)

–  eine  bestimmte Ausstrahlung, Gesamterscheinung (hier spielen u. a. die Haltung und das Verhalten eine Rolle. Ein ängstlicher,  nervöser Hund, wird meinen Blick nicht fesseln können. Wobei dies während einer Ausstellung nicht immer beurteilbar ist.)

–  Der Kopf , dessen Form und Ausdruck , mit all den Details, die dazugehören (wieder subjektiv: ein sehr helles Auge, macht für mich den Ausdruck „kaputt“)

–  Ein souveränes, freundliches Verhalten (von Wesen zu sprechen, wäre falsch- das kann man nicht in einigen Momenten erfassen),

um nur ein paar Beispiele  zu nennen.

 

Und dann kommt die Praxis!

Trotz aller Bemühungen werde auch ich gezwungen sein, Kompromisse einzugehen. Weil es eben den perfekten Hund nicht gibt und wir im Vorfeld auch nicht genau wissen, welche Eigenschaften sich vererben!!!

Was „nützt“ ein fast idealer Hund, der so ängstlich oder gar aggressiv ist, dass ein normales Zusammenleben nicht mehr möglich ist?

Und trotz aller Bemühungen, dem Standard sehr nahe zu kommen, steht die Gesundheit für mich an oberster Stelle.

Der English Toy Terrier und Toy Manchester Terrier haben die gleichen Wurzeln. Deshalb werde ich auch nicht auf die einzelnen Unterschiede im Standard eingehen.

Der Interessierte findet den Wortlaut im www.

Eine Anmerkung habe ich aber doch noch:

Meines Erachtens,  sollte der Standard bzgl. der angegebenen Gewichte der  English Toy Terrier überarbeitet werden (nicht nur, weil meine „nah am Kühlschrank“ leben)!

3,5 kg bei einer Größe von ca. 30 cm!!! Das ist zu wenig.

Selbst das Italienische Windspiel, dessen Erbe der ETT in sich trägt, hat als Gewichtsangabe max. 5 kg,  bei einer Größe von 32-38 cm, in seinem Standard vermerkt (und in diesem „Größenbereich“ befinden sich nun mal auch sehr, sehr viele English-Toy-Terrier!!!)

Nutzung des Genpools

–  die Population in Deutschland ist sehr klein, wenn auch einige  Importe zu verzeichnen sind
–  Mit der Zulassung der Toy Manchester Terrier , Manchester Toy Terrier, Black and tan Terrier seit 2010 (und das ist aus meiner Sicht ein Segen für die Rasse), wurde eine Möglichkeit eröffnet, dem hohen Inzuchtkoeffizienten  entgegenzuwirken.

Inzucht festigt eben nun mal auch negatives Erbgut immens!

Die Zuchttiere sollen möglichst ein komplettes Scherengebiss haben (42 Zähne)

–  Wie soll der Hund natürlich ernährt werden, wenn er nicht mehr in der Lage ist, seinen ganzen Kiefer zum Fressen einzusetzen?

–  Wie soll die Hündin ihre Welpen ohne Prämolaren abnabeln?

–  Ein Hund , dem viele Zähne fehlen, wird keine ausgeprägte Kiefermuskulatur entwickeln können – die Form des Kopfes wird beeinträchtigt (denken Sie an Fotos, auf denen Menschen ohne Gebiss zu  sehen sind)

Die Zukunft wird zeigen, wie nah ich meinen Zielen komme!!!